Politik – das Bohren dicker Bretter ?

Der Soziologe Max Weber (1864 – 1920) beschrieb in einem Vortrag Politik als ein „(…) starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich“. Im Rahmen eines studentischen Praktikums bei dem hiesigen Landtagsabgeordneten Jan Löffler durfte ich ihn über vier Wochen lang begleiten und einen Blick hinter die gläserne Fassade des Sächsischen Landtags und des Politlebens darin werfen.

Das Beschäftigungsfeld als Praktikant eines Abgeordneten ist überaus vielfältig. Im Wahlkreisbüro in Werdau gilt es neben der täglichen Büroarbeit, wie der Erstellung eines Medienspiegels, Termineintragungen, der Bearbeitung der Post etc., allerlei Hintergrundinformationen zu recherchieren und Informationsansammlungen anzulegen, z. Bsp. für Kaninchenzüchtervereine oder für Exkursionen. Zur Arbeit im Wahlkreis gehören des Weiteren Fahrten zu allerlei Terminen um unteranderem mit Bürgermeistern, Unternehmern und Fachexperten über die Verkehrsanbindung der Städte, die Fördermittelbeschaffung für Baudenkmäler , Regenrückhaltebecken und Biogasanlagen zu reden sowie, speziell als Mitglied des Innenausschusses mit Schwerpunkt Feuerwehr, Gespräche mit Ortsfeuerwehren vor Ort zu führen . Dazu kommen Gespräche mit Interessensvertretern und Verbraucherschutzverbänden, deren Anliegen man ebenfalls ernstnimmt obwohl man sie bisweilen enttäuschen muss.

In den Gebäuden des Sächsischen Landtags am Elbufer hingegen sitzt man zusammen mit den anderen Praktikanten in der hinteren Reihe bei Fraktionssitzungen, Ausschüssen und Arbeitskreissitzungen, schüttelt höflich und zurückhaltend viele Hände, und notiert was für die künftige Arbeit wichtig wird während man Ministern, dem Ministerpräsidenten und den Fraktionskollegen lauscht. Es lässt sich erkennen, dass es sich beim Fraktionszwang oder vielmehr der Fraktionsdisziplin doch um etwas Relatives handelt da auch hier Auseinandersetzungen herrschen und man nicht alle Fraktionskollegen gleichermaßen sympathisch und kompetent empfindet obwohl man nach außen hin, auch gegenüber dem Koalitionspartner, Geschlossenheit zeigt. Man beobachtet den Prozess innerhalb der Arbeitskreise, wobei immer wieder Rücksprachen, Anmerkungen und Änderungen einzuholen und vorzunehmen sind und bekommt einen Eindruck der Komplexität der Materien bevor diese in den einzelnen Ausschüssen mit den anderen Fraktionen lebhaft diskutiert werden und auch vor Polemik und fragwürdigen Anträgen seitens der gegenüberliegenden Tischseite nicht Halt gemacht wird. Selbiges gilt für die Plenarsitzungen. Diverse seltene Abendveranstaltungen in tollen Locations, bei denen man die Möglichkeit hat sich auch intensiver mit den Abgeordneten über ihren politischen Werdegang zu unterhalten, bilden eine angenehme Abwechslung zum Alltag.

Letzten Endes möchte ich Herrn Löffler danken, dass er mir dieses Praktikum ermöglichte und mir die Chance gab in solch kurzer Zeit soviel von seiner Arbeit mitzuerleben. Solche ehrenamtlich engagierten, kommunikativen und auch abseits seines Tätigkeitsbereiches vielfach politisch interessierten und fachlich kompetenten Menschen wie ihn mit ebenjener „Leidenschaft“ für Politik, einer Verantwortung für die Menschen vor Ort, einem offenen Ohr und einem gesunden „Augenmaß“ an Ehrgeiz etwas zu bewegen brauchen wir in Sachsen und in Deutschland.

Louis Näser – Praktikant

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